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Kamera: Bernhard
Pötscher, Jerzy Palacz
Musik: Thierry Zaboitzeff
Schnitt: Harald Friedl, Bernhard Pötscher
Stimme (deutsche Fassung): Herbert Föttinger
Stimme (englische Fassung): Dennis Kozeluh
Buch und Regie: Harald Friedl
Heimkehrer aus der Diaspora: Sidede OnyuloFormate:
Beta SP, Digi Beta, DVD (eventuell auch Film)
Deutsch / Suahili / Massai mit deutschen Untertiteln
Englisch / Suahili / Massai mit englischen Untertiteln
[English Feature]
[Bilder]
[Innerer Monolog] [Inner Monologue]
[Pressereaktionen #1] [Pressereaktionen #2]
Africa Representa ist eine Reise jenseits
gängiger Klischees. Eine Konfrontation mit der Fremde aus der Sicht eines fiktiven
Heimkehrers aus der afrikanischen Diaspora (dargestellt von Sidede Onyulo), der die
Landschaft seiner Kindheit besucht. Der Film verläuft wie eine Reise zwischen Tradition
und Moderne, zwischen Großstadt und Lehmhüttendorf.
| Africa
Representa ist eine Suche nach Identität in den Kontrasten eines Landstriches in
Zentral-Tansania, der exemplarisch für Sub-Sahara-Afrika steht. Der Film erzählt von der Sehnsucht der Menschen nach einem anderen
Leben. Einen jungen Schildermaler bedrückt die Rechtlosigkeit, deretwegen er seinen
Besitz aufgeben und von zu Hause fliehen mußte.
Ein Kleiderhändler durchlebt, wie ausgeliefert sich die
Menschen im Wohnviertel fühlen. Nebenan zeigt sich das archaische Afrika: Viehhirten, die
das Innere eines Autos bestaunen oder ein alter Njaturu Häuptling, der sich fest der Welt
der Magie verbunden fühlt.
Und dazwischen immer wieder, gleichsam als Leitmotiv, die
Arbeiten im Steinbruch. Die imposanten, urtümlichen Felsen werden durch Feuer und
Hammerschläge gesprengt und immer weiter zerkleinert. |
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Im Verlauf des Films verstärkt sich die Durchdringung Afrikas durch europäische Kultur:
Eine Mutter zeigt ihren Stolz auf Plastikblumen und einen kleinen Fernsehapparat, der ihr
als überragendes Bildungsmedium erscheint. Zwei junge Rapper singen auf den Straßen der
Stadt von ihren Problemen in der Gesellschaft und repräsentieren die MTV-Kultur. Sie
bezeichnen sich selbst als Africa Representa.In all diesen Begegnungen verfährt die Kamera dezent und zurückhaltend, der
Blick auf das Leben der Menschen ist der eines interessierten Besuchers, nicht der eines
Eindringlings. Die Rolle des Reisenden beschränkt sich darauf, seine Suche zu
reflektieren. Sein innerer Monolog hat die Form tagebuchartiger, poetischer Miniaturen,
die sich mit seiner Position in der Fremde auseinandersetzen. Seine Betrachtungen
oszillieren zwischen Außensicht und Innensicht, zwischen Sehnsucht und Mythos, zwischen
Sehen und Gesehenwerden. |
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Eine Prostituierte und ein Lahmer tanzen um
ihren Lebensunterhalt. Junge, muslimische Frauen verzweifeln an ihrer untergeordneten
Rolle in der Gesellschaft ... Junge Massaikrieger ziehen vom Dorf in die Stadt. Da sie
ihre alten Maschinen, die Rinder, durch eine Seuche verloren haben, erlernen
sie die Handhabung der neuen Maschinen. Sie besuchen Computerkurse.
Der Film hat die Intimität und Bestimmtheit eines
persönlichen Essays. Auch Humor, etwa wenn der innere Monolog die Parabel vom Moskitos,
der das Ohr eines Menschen heiraten wollte, erzählt. Oder wenn eine Brassband eine
afrikanische Ode an die Freude spielt. Obwohl die Suche nach Verstehen an die Grenzen des
Möglichen stößt, denn das Leben erfassen zu wollen, ist wie ein Blick in die
Sonne: Viel zu viel Licht fällt in die suchenden Augen, findet der Film doch kein
melancholisches Ende, sondern verabschiedet sich mit einem kleinen Spiel der Lebendigkeit
und dem Verweis auf eine sich selbst vertrauende Energie der jungen Afrikaner.
Der Film wurde hergestellt aus Mitteln von Land Salzburg,
Land Oberösterreich, bka:KUNST, Land Niederösterreich, Stadt Salzburg. |